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Chinesisch essen für gesunde Balance in Veränderungsprozessen

staebchen

© Ate Son

Schon mal versucht mit chinesischen Essstäbchen zu essen? Das ist gar nicht so einfach. Zwei typische Anfängerfehler: entweder man hält die Stäbchen zu verkrampft in der Hand, und versucht sie quasi wie eine einzackige Gabel zu nutzen, oder aber man versucht mit beiden Stäbchen gleichzeitig flexibel zu bleiben und schafft die Koordination nicht so, dass zwischen den Stäbchen noch etwas übrigbleibt auf dem Weg vom Teller zum Mund.

Der wesentliche Trick zum erfolgreichen Essstäbchenessen: Ein Stäbchen fix halten, das andere flexibel bewegen. Wenn das fixe Stäbchen flexibel gehandhabt wird, dann führt das nicht zu mehr, sondern zu weniger Esserfolg. Hier sieht man die genaue Haltung: https://www.youtube.com/watch?v=Mh6lc7Hq6SM

Auch in Veränderungsprozessen kommt es auf die Balance zwischen Veränderung und Stabilität an. Zuerst muss Veränderungsbereitschaft hergestellt werden – wie bei Kotter beschrieben. In dem Veränderungsprozess ist es dann wichtig, die Veränderungsbereitschaft weiterhin zu fördern (flexibles Stäbchen), und dabei gleichzeitig in anderen Bereichen Stabilität (fixes Stäbchen) zu erhalten. Denn wenn sich alles gleichzeitig ändert, dann kann das zu Desorientierung und Destabilität in der Organisation führen. Es kommt darauf an, die richtige Balance zu finden zwischen Veränderung und Stabilität. Haufe beschreibt es so:

Veränderungsprozesse sind nicht nur Veränderung, es braucht auch Konstanten, die die Anschlussfähigkeit an das Bisherige gewährleisten. Nicht alles, was an Veränderung machbar ist, ist auch wünschenswert. Wichtig ist deshalb die Auseinandersetzung mit den Fragen:

  • Welche Werte, Prinzipien, Verhaltensnormen gelten weiterhin?
  • Was kann an Strukturen und gewachsenen Beziehungen erhalten werden?
  • Welche Prozesse und gewohnte Routinen bleiben unverändert?

Hinweis: Nicht zu viel auf einmal!

Zu viel Veränderung auf einmal oder in schneller Abfolge hat vielfach zu Desorientierung und Destabilität in Unternehmen geführt mit der Folge, dass sich die von der Veränderung erwarteten Erfolge nicht einstellten. Organisationen brauchen eine lebensfähige Balance zwischen Sich-Verändern und Sich-Stabil-Halten.

Was zu viel ist und was noch geht, lässt sich manchmal übrigens am besten in Ruhe bei einem gemeinsamen Essen beim Chinesen besprechen 🙂