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Erfolgreiche Kooperation braucht gegenseitiges Vertrauen und gemeinsames Management

Kooperation statt Konkurrenz ist die Zukunft. Trotzdem scheitern je nach Studie 30 – 80 % aller Kooperationen in den ersten zwei Jahren. Woran liegt das?

Die zwei Hauptgründe für das Scheitern von Kooperationen sind mangelndes gegenseitiges Vertrauen und unzureichendes gemeinsames Kooperationsmanagement.

Langfristig belastbares Vertrauen lässt sich nicht kurzfristig aufbauen, deshalb ist es sinnvoll bei der Suche nach dem geeigneten Kooperationspartner dort zu beginnen, wo schon ein Grundvertrauen besteht um dieses dann auszubauen und zumindest auf den Kreis der Führungsverantwortlichen auszuweiten.

Kompetentes Kooperationsmanagement wird häufig vernachlässigt und nur selten gelehrt und trainiert. Dabei ist Kooperationsmanagement deutlich komplexer schon als jedes Teammanagement, das viel häufiger in Unternehmen trainiert wird.

Bei organisationsübergreifender Kooperation müssen stets Teammitglieder aus verschiedenen Hierarchien und unterschiedlichen Unternehmenskulturen effektiv zusammenarbeiten. Zudem beinhaltet das Kooperationsmanagement immer auch die intensive und herausfordernde Kommunikation im Rahmen des Kooperationsprozesses – sowohl intern als auch extern mit dem Kooperationspartner.

Weitere typische Gründe für das Scheitern von Kooperationen und Fusionen sind

  • eine fehlende win-win-Haltung, die aktiv und bewusst auch das win des Kooperationspartners sucht;
  • die fehlende Bereitschaft zum Macht- und Kontrollverzicht;
  • klare ergänzende Ziele, sowie
  • ähnliche gemeinsame Werte und Organisationskulturen – die umso wichtiger werden je enger die Kooperationspartner zusammenarbeiten wollen.

Ein Beispiel dafür liefert das Scheitern der Fusion von Daimler und Chrysler, wie in diesem Artikel aus der Süddeutschen Zeitung dargestellt.

Die Süddeutsche Zeitung selbst kooperiert inzwischen offensichtlich erfolgreich mit dem Tagesanzeiger. Ein Grund dafür dürfte das langjährig aufgebaute gegenseitige Vertrauen sein.

Die drei Schwester sind ein Beispiel dafür, wie echte win-win-win Kooperation mit einem win für jeden Partner und einem win für die Zielgruppe im Idealfall funktionieren kann.

Die Antworten auf folgende Fragen können dabei helfen, die eigene Kompetenz im Bereich Kooperationsmanagement besser einzuschätzen und gezielt weiterzuentwickeln:

  • Wer sind die fünf wichtigsten Kooperationspartner?
  • Wer innerhalb der eigenen Organisation ist für die Kooperation mit diesen Partnern verantwortlich und mit welcher Entscheidungskompetenz?
  • Wie werden die Kooperationsbereiche gemeinsam mit den Partnern organisiert und entschieden?
  • Inwieweit ist „Kooperationsmanagement“ Teil der Aufgabenbeschreibung von einzelnen Mitarbeitern?